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Transmission Control Protocol (TCP) und User Datagram Protocol (UDP).

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5. TCP Header

Ein Datenpaket nennt man auch Segment. Jedes Segment besteht aus einem Kopf (Header) und dem Datenpaket, das es von der darüberliegenden Schicht erhält. Dieses Datenpaket aus der darüberliegenden Schicht enthält seinerseits den eigentlichen zu übertragenden Datenteil und Header der darüberliegenden Schichten. Datensegment und Header bilden jeweils die sogenannte Protocol Data Unit (PDU). Die Größe einer solchen PDU ist beschränkt auf 65535 Byte und darf ausserdem die Maximum Transmission Unit des Netzes nicht überschreiten. Der TCP Header, der eine Größe von 20 Byte hat ist in Abbildung 7 dargestellt. Im Feld Quell- und Zielport werden jeweils die 16bit Zahlen eingatragen, die die Ports der beiden Rechner identifizieren. Die Sequenz-Nummer dient wie bereits behandelt zur Bestimmung der Position der gesendeten Daten im Stream. Außerdem wird aus ihr die ACK-Nummer bestimmt. Diese Acknowledgement-Nummer ist Inhalt des nächsten Feldes. Sie dient zur Bestätigung der erhaltenen Bytes. Die Headerlänge beschreibt wieviele Vielfache von 32bit-Wörtern die Länge des Headers beträgt. Das nächste Feld mit einer Länge von 6bit ist reserviert für zukünftige Erweiterungen. Als nächstes folgen die Code-Bits (auch Flags genannt), die die Art der übertragenen Daten kennzeichnen: URG=Urgent: Dringende Daten die unmittelbar übermittelt werden, ACK=Acknowledgement: Bestätigung eines empfangenen Datenpakets, PSH=Push: Der Puffer wird geleert und die Daten werden unmittelbar übertragen, RST=Reset: Sofortiges Beenden der Verbindung, SYN=Synchronize: Zuteilen einer Sequenz-Nummer beim Verbindungsaufbau, FIN=Finalize: Zeigt die reguläre Beendigung einer Verbindung an.

Nun folgt das Fenster, welches beschreibt, wieviele Daten auf einmal übertragen werden können. Die Prüfsumme dient zur Kontrolle der Korrektheit der Datenübermittlung. Die Berechnung der Prüfsumme ist gleich der beim UDP und wird dort noch beschrieben werden. Der urgent-pointer bewirkt den Sprung auf ein bestimmtes Oktet im Bytestream. Schließlich folgt dann der Block mit den eigentlich zu übertragenden Daten. Eine Neuerung zum ursprünglichen TCP ist die der window-scale-size. Bei sehr hohen Bandbreiten kann das 16bit-Fenster unter Umständen zu klein sein. Daher besteht die Möglichkeit das Fenster um bis zu 16bit nach links zu shiften. So wird eine maximale Fenstergröße von 2^32Byte möglich.


Abb. 7: Der TCP-Header

Wie auch beim UDP wird beim TCP ein zweiter Header verwendet, nämlich der sogenannte Pseudo-Header. Dieser erfüllt verschiedene Funktionen. In ihm werden einige Verbindungsinformationen gespeichert. Da der Pseudoheader auch in die Prüfsumme einbezogen wird, erfolgt hierdurch auch eine zusätzliche Kontrolle der Datenkommunikation. Ausserdem wird der Header an die IP-Schicht übergeben und von dieser komplettiert bzw. werden von der IP-Schicht Informationen übernommen. Dies ist zwar ein Bruch mit dem Schichtenkonzept, wo alle Schichten eigenständig arbeiten, aufgrund der Effizienz wird dies aber hingenommen. Der Pseudoheader enthält die Quell- und Ziel-IP, das verwendete Protokoll und die Segmentlänge.


Abb. 8: Der Pseudo-Header

6. UDP

6.1 Grundlegende Eigenschaften

UDP bedeutet User Datagram Protocol und beschreibt ein minimalistisches Transportprotokoll, das lediglich grundlegende Funktionen zum Datentransport bereitstellt. Es wurde 1980 spezifiziert im RFC 768.

6.2 Datagramme

Genau wie das IP werden die zu transportierenden Daten in Paketform verschickt, die hier Datagramme genannt werden.

6.3 Verbindungslosigkeit

UDP arbeitet aufgrund des angestrebten Minimalismus nicht mit einer ständigen, beidseitigen Verbindung. So entfallen beispielsweise sowohl der Verbindungsauf und -abbau als auch die Bestätigung der empfangenen Pakete.

 

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
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